Patenschaft
Ich erkundigte mich beim Tierheim, ob eine Patenschaft für Strolch möglich sei und freute mich darüber, als ich meine Absicht in die Tat umsetzen konnte. Nun war ich Hunde-Patin und musste nur noch den Sachkundeschein bestehen, damit ich auch mit Strolch allein spazieren gehen konnte.
Michael wunderte sich bereits, dass ich jeden Samstag und Sonntag um 7.30 Uhr aufstand, mich "Hundefertig" machte, um mit Strolch spazieren zu gehen. Zu gerne hätte ich ihn gefragt, ob er mitgeht aber da er immer lange arbeitet und somit auch spät ins Bett geht, wollte ich ihn nicht
nerven und eine Diskussion vermeiden.
Ein paar Wochenenden später und ich stand weiterhin früh auf um Gassi
zu gehen, wurde Michael neugierig und fing an Fragen zu stellen.
Ein Kampfhund? Taub?
Ja
Warum denn gerade ein Kampfhund?
Hat sich so ergeben …
Wie sich so ergeben? Gab es keinen Anderen?
Er ist ein Nothund und eine arme Socke und jetzt bin ich seine Patin.
Wie Patin? Bringst Du ihn dann auch noch mit nach Hause?
Vielleicht warum nicht!
Der ist doch viel zu groß! Wir sprachen doch immer von einem Jack Russell!
Wenn Du mal Lust und Zeit hast mit mir früh aufzustehen dann komm doch einfach mit und wir gehen gemeinsam spazieren.
Zwei Wochen später kam Michael mit und lernte Strolch kennen.
Ich hätte es nie zu träumen gewagt aber dies war der Anfang einer "Männer-Liebe" und Michael ist jetzt ganz vernarrt in Strolch.
Ich muss zugeben, ich ebenfalls. J