Strolch - Sonja's erster Hund
Als Kind hätte ich zu gerne einen Hund gehabt, da ich mit Hunden schon immer mehr Spaß hatte als mit Katzen.
Zwanzig Jahre musste ich darauf warten und jetzt bin ich erstmalig Hundebesitzerin.
Michael hatte bereits als Jugendlicher einen Hund (Pudel J) und bereits seine Erfahrungen in Sachen Erziehung gemacht.
Als Erst-Hundebesitzerin ist ein Hund wie Strolch einer ist, natürlich KEIN Anfängerhund.
Aber was soll ich sagen …?
Nicht wir haben Strolch gefunden, sondern er uns!
Das er taub ist hat mich noch nie gestört und nie Kopfzerbrechen bereitet.
Mit Katzen bin ich aufgewachsen, da meine Mutter zwei Katzen hatte.
Ich mochte beide ganz gut leiden, aber hatte so keinen Bezug zu Ihnen.
Die letzte Katze (Nicki), war total auf meine Mutter fixiert und hat uns Kinder nur "geduldet".
Außerdem hatte die Katze nicht "alle Tassen im Schrank", weil diese aus einer schlechten Haltung kam und meine Mutter sie "retten" musste.
Sie war dermaßen auf meine Mutter fixiert, dass wenn meine Mutter auf Toilette musste, ihr sofort gefolgt ist und auch wenn es für Nicki nicht notwendig war, zumindest "einen Tropfen" herausgedrückt hat.
Wenn Nicki am Abend auf dem Sofa eingeschlafen war und meine Mutter ohne sie in Bett ging und überall das Licht löschte, ohne dass die Katze es merkte, ...oh weh …
Ich dachte Katzen können im Dunkeln sehen!
Weit gefehlt! Nicki konnte oder wollte es nicht.
Wenn eine Katze aus vollem Halse schreit, dann hört es sich an, als würde ein Kind schreien. Sie schrie dann solange, bis irgendeiner von uns Idioten (Vater oder eines von uns Kindern) aufgestanden ist, dass Licht angemacht hat und ihr den Weg ins Schlafzimmer gezeigt hat.
Ja, klar denn die Katze kannte den Weg nicht …
Was für ein Blödsinn!
Live spielte sich die Situation wie folgt ab:
Katze schrie superlaut: "Maooooooooohhhhh"
Aus dem Schlafzimmer kam (Mutter):
"Nicki koooooomm, kooooomm zu Mami"
Vater: "Steh auf! Die blöde Katze hört solange nicht auf, bis Du das Licht im Wohnzimmer angemacht hast!"
Aus dem Wohnzimmer im Dunkeln: "MAOOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHH!!!!!!"
Aus dem Schlafzimmer kam IMMERNOCH (Mutter):
"Nickilein - koooooomm, kooooomm zu Mami …"
Wohnzimmer: "MAOOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHH!!!!!!"
Zeitgleich ertönte aus unseren Zimmern …
Jugendzimmer Sonja: "NICKiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii"
Jugendzimmer Diana und Romy: "NICKiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii"
"MAOOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHH!!!!!!"
Im Schlafzimmer sowie in beiden Jugendzimmern gingen zeitgleich die Lichter an (die Lichtschalter hatten in der Vergangenheit schon sehr gelitten), mein Vater und wir Kinder standen dann im Flur und stürmten gemeinsam ins Wohnzimmer. Das Licht wurde eingeschaltet und die Katze schaute uns ganz cool an.
Ich bin mir fast sicher, dass sie jedesmal ein kleinwenig dabei gelächelt hatte …
Nicki erhebte sich von IHREM Sofa, ging mit erhobenem Schwanz an uns vorbei und würdigte uns keines Blickes.
Aus dem Schlafzimmer ertönte: "Komm, Nickilein … komm zu Mami …"
Katze Nicki antwortete: "Meck, Meck, Meck"
(Katzen können tatsächlich kommunizieren) und Schwups, sprang Nicki zu meiner Mutter ins Bett.
Dreimal dürft ihr raten, wie oft dies vorkam?
JA GANZ GENAU!!!!!!!!!!!
JEEEEEEEEEEEDEN ABEND!
Ich wusste schon immer, warum ich einen Hund haben wollte …